Ich, Machbuba

von René Beder
erschienen 2006 im Regia Verlag, Cottbus
96 Seiten, 64 Bilder

Erzählt wird, hier zum ersten Mal in literarisch-autobiografischer Form, die Liebesgeschichte des Fürsten Pückler und des abessinischen Mädchens Machbuba, die Pückler 1836 auf dem Sklavenmarkt in Kairo kaufte. In den nächsten fünf Jahren zog er gemeinsam mit ihr durch die Landen. Ägypten, Jordanien, Syrien, sie besuchten Istanbul, Griechenland, Bulgarien und Wien.

Auf dieser Fahrt entdeckte der Fürst sich selbst – und was ihm bislang fehlte: Ein bedingungsloses Gefühl der Liebe. Europäische Etikette, der Standesverkehr, das Eingebundensein in seine Welt hatten sein Herz bisher in Schranken gehalten. Machbuba mit ihrem von all dem unberührtem Geist, die Ferne zu seiner Heimat und ihren reglementierenden Bedingungen schafften für ihn den Freiraum diese Gefühle zuzulassen. Es sollte eine Beziehung voller Spannungen und Überraschungen sein. Zur besseren Verständigung lehrte er sie Italienisch und sie schufen sich dabei ihre eigene Sprache, mit den Wörtern, die sie mit einbrasschte. Im „dolce far niente“, im süßen Nichts, ließen sie sich treiben. An eine Heimkehr nach Bad Muskau dachte der Fürst lieber nicht. Denn dort wartete seine zwar formell geschiedene und zehn Jahre ältere Frau, mit der er aber immer noch ein engstes Verhältnis pflegte.

Sie drängte ihn auf jede erdenkliche Art zur Rückkehr in die alten Zustände. Pücklers neue Reisebegleiterin hatte ihre Eifersucht entfacht und sie setzte alles in Bewegung, um Machbubas Ankunft auf Schloss Muskau zu verhindern.

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